Ehering und Trauring · Nordrhein-Westfalen
Der Ehering ist weg
Ein Ring verschwindet fast immer gleich: Die Finger sind kalt oder eingecremt, es kommt eine ausholende Bewegung dazu — Handtuch ausschütteln, Ball werfen, ins Wasser fassen — und er ist ab, ohne dass man es spürt.
Das ist die gute Nachricht. Weil niemand die Bewegung bemerkt hat, liegt der Ring meist ein paar Meter neben der Stelle, an der man ihn vermutet. Von Hand findet man ihn dort nicht, weil er im Gras kippt und die Grasnarbe ihn in Tagen um mehrere Zentimeter schluckt. Für den Metalldetektor bleibt er trotzdem laut.
Gold, Platin und Weißgold leiten Strom hervorragend. Ein Trauring gehört deshalb zu den Signalen, die ein Detektor am saubersten anzeigt — deutlicher als eine dünne Kette und deutlicher als ein Ohrstecker.
Was Sie jetzt tun können
Noch bevor Sie uns schreiben. Der erste Reflex ist fast immer der falsche.
Das hilft
- Die vermutete Stelle grob abstecken: vier Stöcke, Steine oder Gartenstühle. Was Sie eingrenzen, muss niemand raten.
- Aufschreiben, was Sie in der Stunde davor gemacht haben, in welcher Reihenfolge. Der Ring liegt fast nie dort, wo man ihn zuletzt gesehen hat, sondern dort, wo die letzte ausholende Bewegung war.
Das schadet
- Den Rasen harken oder mit dem Fuß durchwühlen. Beides drückt den Ring tiefer und verteilt die Fläche, die noch abzusuchen ist.
- Mähen. Der Mäher wirft kleine Metallteile mehrere Meter weit — danach ist die Suchfläche um ein Vielfaches größer.
Wie ein Ring gesucht wird
- Rasen und Garten
- Badesee und Flachwasser
- Laub und Beete
- Sportplatz
Zuerst wird die Fläche in Bahnen abgegangen, überlappend, mit einer Einstellung, die auch kleine Buntmetalle meldet. Danach dieselbe Fläche noch einmal quer — ein hochkant liegender Ring gibt aus einer Richtung ein deutlich schwächeres Signal als aus der anderen.
Sitzt das Signal, wird die Stelle auf wenige Zentimeter eingegrenzt, bevor überhaupt etwas aufgemacht wird.
Gegraben wird mit einem sauberen Ausstich: Die Grasnarbe wird an drei Seiten gelöst, aufgeklappt, der Ring entnommen und die Narbe wieder angedrückt. Nach zwei Wochen sieht man nichts mehr davon.
Wo die Grenze liegt
Das steht hier, damit Sie es vor der Anfahrt wissen und nicht danach.
- Auf verdichtetem Schotter, in Bauschutt oder über einer alten Bauschuttschicht liegen so viele Metallreste, dass ein einzelner Ring darin untergeht. Möglich ist die Suche trotzdem, sie dauert nur erheblich länger.
- Ist der Ring in einen Abfluss, ein Gully oder einen Rohrschacht gefallen, hilft kein Detektor. Das ist ein Fall für einen Rohrreinigungsdienst — die kommen mit Kamera und Bergemagnet.
Unsicher, ob es sich lohnt?
Dann fragen Sie. Die Einschätzung kostet nichts — und wenn der Fall aussichtslos ist, sagen wir das, bevor jemand losfährt.
Wir suchen auch
- SchmuckKetten, Ohrringe, Armbänder, Uhren — oft Erbstücke.
- SchlüsselBund im Gras, am Waldweg, neben dem Parkplatz — das lauteste Ziel.
- HandyDraußen liegen geblieben, Akku leer, Ortung am Ende.
- Im und am WasserSee, Fluss, Teich und Flachwasser — bis etwa brusthoch.
- AuftragssucheGarten, Wald, Wiese, Acker, Baustelle — alles, was verloren ging.
Wo wir suchen
Zu diesen Städten steht schon aufgeschrieben, wo dort etwas verloren geht und wie weit der Weg ist. Gefahren wird in ganz Nordrhein-Westfalen, auch dorthin, wo noch keine Seite steht.