Im und am Wasser · Nordrhein-Westfalen
Im Wasser sinkt alles in den Grund
Kaltes Wasser lässt die Finger schrumpfen, nasse Haut ist glatt, und eine Armbewegung im See ist schneller als jeder Reflex. Deshalb passiert im Wasser besonders viel — und deshalb ist es der Ort, an dem die eigene Suche am wenigsten bringt.
Was in den Grund sinkt, ist mit den Händen nicht mehr zu ertasten, und jeder Schritt wirbelt Sediment auf, das sich über die Fundstelle legt. Sichtbarkeit spielt dabei keine Rolle: Gesucht wird ohnehin nicht mit den Augen, sondern über den Ton.
Die gute Seite: Anders als an Land verschiebt sich in einem stehenden Gewässer wenig. Ein Ring, der vor drei Wochen in einen Badesee gefallen ist, liegt oft noch fast an derselben Stelle — nur ein paar Zentimeter tiefer im Sediment.
Was Sie jetzt tun können
Noch bevor Sie uns schreiben. Der erste Reflex ist fast immer der falsche.
Das hilft
- Sofort zwei Peilungen vom Ufer aus festhalten — zwei feste Punkte an Land, zwischen denen Sie standen. Am besten ein Foto von genau dort machen, wo Sie im Wasser waren.
- Wasserstand und Uhrzeit notieren, bei einem Baggersee auch, ob gerade abgesenkt wird. Ein halber Meter Unterschied verändert die Uferlinie um mehrere Meter.
- Klären, wem das Gewässer gehört. Bei Badeseen, Vereinsteichen und Angelgewässern brauchen wir die Erlaubnis des Betreibers oder Pächters — ohne die geht niemand ins Wasser.
Das schadet
- Weiter im Wasser herumtasten und -laufen. Das ist der einzige wirklich teure Fehler: Man tritt das Stück in den Grund und verwischt gleichzeitig die Stelle.
- Die Stelle mit etwas Treibendem markieren — Boje, Ast, Schwimmtier. Was nicht fest im Grund steckt, wandert über Nacht mit Wind und Wellen und zeigt am Morgen woandershin.
Wie im Wasser gesucht wird
- Badesee
- Flussufer
- Gartenteich
- Baggersee
Der Suchbereich wird zuerst mit Stäben oder einer Leine in Bahnen geteilt — im Wasser verliert man sonst sofort die Übersicht darüber, wo man schon war.
Ist das Signal geortet, wird der Grund an dieser Stelle ausgehoben und durchgespült, bis nur der Fund übrig bleibt.
Am Gartenteich lohnt sich oft der einfachere Weg — ablassen oder abpumpen, dann ist es eine Suche an Land. Das besprechen wir vorher mit Ihnen, statt unnötig ins Wasser zu steigen.
Wo die Grenze liegt
Das steht hier, damit Sie es vor der Anfahrt wissen und nicht danach.
- Tiefer als etwa brusthoch geht es nicht. Alles darunter wäre Tauchen, und das machen wir nicht — dafür gibt es Rettungstaucher und spezialisierte Tauchvereine.
- In fließenden Gewässern mit spürbarer Strömung ist eine Suche unsicher und selten erfolgreich. Wir sagen das lieber vorher, als Sie für eine Anfahrt zahlen zu lassen, deren Aussichten schon aus Ihrer Beschreibung hervorgehen.
- Weicher Schlamm über Kniehöhe ist die zweite harte Grenze: Was darin versinkt, liegt bald außerhalb der Reichweite des Detektors.
Unsicher, ob es sich lohnt?
Dann fragen Sie. Die Einschätzung kostet nichts — und wenn der Fall aussichtslos ist, sagen wir das, bevor jemand losfährt.
Wir suchen auch
- Ehering und TrauringDer Fall, bei dem es am wenigsten um Geld geht.
- SchmuckKetten, Ohrringe, Armbänder, Uhren — oft Erbstücke.
- SchlüsselBund im Gras, am Waldweg, neben dem Parkplatz — das lauteste Ziel.
- HandyDraußen liegen geblieben, Akku leer, Ortung am Ende.
- AuftragssucheGarten, Wald, Wiese, Acker, Baustelle — alles, was verloren ging.
Wo wir suchen
Zu diesen Städten steht schon aufgeschrieben, wo dort etwas verloren geht und wie weit der Weg ist. Gefahren wird in ganz Nordrhein-Westfalen, auch dorthin, wo noch keine Seite steht.