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Handy · Nordrhein-Westfalen

Wenn die Ortung nur noch den letzten Punkt zeigt

Ein Punkt auf der Karte, hundert Meter Unsicherheit, und das Gerät antwortet nicht mehr: Ab hier ist zu Ende, was Apple und Google für Sie tun können. Was bleibt, ist das Metall im Gehäuse — und davon steckt reichlich darin.

Falls noch nicht geschehen, gehen Sie vorher die kostenlosen Wege: Gerät anrufen und auf Vibrieren horchen, und die Ortung des Herstellers — „Wo ist?“ bei Apple, „Mein Gerät finden“ bei Android. Beides ist schneller und billiger als jede Suche vor Ort, solange der Akku noch mitspielt.

Beim Handy geht es fast nie um das Gerät. Es geht um die Fotos vom ersten Lebensjahr, um Nachrichten von jemandem, der nicht mehr da ist, um das, was nie in einer Sicherung gelandet ist.

Was Sie jetzt tun können

Noch bevor Sie uns schreiben. Der erste Reflex ist fast immer der falsche.

Das hilft

  • Von einem anderen Telefon aus anrufen und mehrfach klingeln lassen. Auch lautlos gestellt vibriert ein Handy hörbar, wenn es auf einer harten Fläche liegt.
  • Den letzten Standort aus der Ortung notieren, mit Uhrzeit. Selbst ein grober Punkt spart das halbe Gelände.

Das schadet

  • Im Schnee herumlaufen und suchen. Jeder Tritt drückt das Gerät tiefer, und mit dem nächsten Frost ist die Stelle zugedeckt.
  • Ein nass geborgenes Handy einschalten oder ans Ladegerät hängen. Genau dabei entsteht der Kurzschluss, der die Daten kostet — ausgeschaltet lassen und zu einem Fachbetrieb bringen.

Wie draußen nach einem Handy gesucht wird

  • Sand und Strand
  • Hohes Gras
  • Schnee
  • Flachwasser
  1. Ein Smartphone ist für einen Detektor ein großes Ziel: Rahmen, Akkufolie, Kameramodul und Lautsprecher zusammen geben ein breites, unverwechselbares Signal. Ob es an oder aus ist, spielt keine Rolle.

  2. Im Schnee wird zuerst die Oberfläche flächig abgesucht, bevor jemand sie festtritt. Danach in Bahnen, dicht über dem Boden geführt — Schnee dämpft das Signal kaum.

  3. Am Sandstrand und in Ufernähe wird das Signal geortet, ausgehoben und durchgesehen. Sand gibt Fundstücke leicht wieder her, verschiebt sie aber bei Wind und Wellen von Tag zu Tag.

Wo die Grenze liegt

Das steht hier, damit Sie es vor der Anfahrt wissen und nicht danach.

  • In fließendem Wasser wandert ein Handy mit der Strömung. Nach ein paar Tagen kann es viele Meter weiter liegen — die Suche wird dann eine Frage von Glück und Wasserstand.
  • Ob das Gerät nach der Bergung noch funktioniert, können wir nicht versprechen. Erstaunlich oft lassen sich die Daten trotzdem retten, auch wenn das Display tot bleibt.
  • In der Wohnung liegt ein Handy irgendwo zwischen Sofaritze, Wäschekorb und Jackentasche. Da führt der Klingelton zum Ziel, nicht die Suchspule: Drinnen ist der Detektor das falsche Werkzeug.

Unsicher, ob es sich lohnt?

Dann fragen Sie. Die Einschätzung kostet nichts — und wenn der Fall aussichtslos ist, sagen wir das, bevor jemand losfährt.

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